Offensiver und defensiver Wert der Karten (Outs)

Der offensive und defensive Wert der Karten steht in direktem Zusammenhang mit der Bewertung und Einschätzung deiner Hand. Wenn Du deine Hand bewertest, kannst Du sofort entscheiden, ob eine defensive oder offensive Spielweise gegen Deinen Gegner angebracht ist.

Abgesehen von bestehenden Figuren, entwickelt sich der offensive Charakter einer Hand durch die Anzahl Möglichkeiten (Outs), welche sich durch jede Kombination von zwei oder mehr Karten ergeben. Eine Kombination wie König / Dame oder Ass / Zwei bieten nur eine Möglichkeit  eine Figur zu bilden (1 Out), nämlich nur ein Bube, bezw. eine Drei. Eine Kombination aus zwei Königen oder zwei 7er hingegen je zwei Karten, welche die Kombination zu einer Figur ergänzen (2 Outs), ebenso wie z.B. 7-8. Hingegen bietet z.B. 3♣-5♣ wiederum nur eine Möglichkeit, nämlich 4♣.

Kombinationen aus zwei aufeinander folgenden Karten desselben Farbsymbols, eine 2er Sequenz, hat etwas mehr Wert, weil einmal die Kombination zu einer Figur ergänzt, diese nun zwei weitere Möglichkeiten aufweist, um die Figur auf 4 Karten zu erweitern, wohingegen z.  B. drei Könige nur mehr mit einer Karte zu einer 4er Figur ergänzt werden können.

Meistens solltest Du Karten mit offensivem Wert behalten. Das bedeutet Karten wie etwa 7, 8 zusammen mit 7. Das beinhaltet 4 Möglichkeiten eine Figur zu bilden,  wenn die 8 noch hinzu kommt, verdoppeln sich die Möglichkeiten . Zwei-Outs  Kombinationen sollten bei Gelegenheit möglichst zu Vier-Outs Kombinationen oder mehr erweitert werden. Ein weiterer Vorteil bei besteht darin, dass es die Hand eines defensiven Gegners im grösst möglichen Umfang bindet (Erklärung siehe weiter unten, Anm. d. Übersetzers).

Während die Wahrscheinlichkeit eine Figur um eine vierte Karte zu erweitern bei einer Sequenz doppelt so hoch ist als bei einem Drilling (Satz), funktioniert das genau umgekehrt, wenn Du defensiv spielst.  Eine gemeldete Figur wie drei 10er erlaubt einem defensiven Spieler nur eine Karte zu ergänzen, einer 3er Sequenz wie 7-8-9 hingegen, können bis 4 Karten ergänzt werden. Du hast z. B. 7-8-9gemeldet und dein Gegner hat 5-6 und 10-J, dann kann er alle Karten ergänzen und vielleicht ein Undercut erzielen. Wenn Du also auf Klopfen spielst und gegen einen defensiven Gegner gegenüber sitzst, ist es besser Sätze zu halten, als Sequenzen.

Die Spielstrategie hängt weitgehend davon ab, was dein Gegner für ein Spielertyp ist. Aber es ist genauso wichtig zu wissen, welchen defensiven oder offensiven Wert eine bestimmte Figur beinhaltet, damit Du das zu deinem Vorteil nutzen kannst.

Der Originalartikel stammt von Rummytalk.com und wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Übersetzt wurde der Artikel aus dem Englischen von Netart.ch.

This article has been sourced from Rummy Talk, which is a comprehensive english Gin Rummy guide