Verrückte Hände Strategie in der Spieleröffnung

Gin Rummy ist ohne Zweifel ein Geschicklichkeitsspiel. Es gibt drei Spielphasen: Die Spielerröffnung (opening Play), der mittlere Spielabschnitt (middle Play) und der späte Spielabschnitt (Late Play). Obwohl jede Spielphase ihre eigene Wichtigkeit innehat, so hat die Spielerröffnung den tiefgreifenderen Einfluss auf das ganze Spiel und die Spielerröffnung gehört auch zu den schwierigsten Aspekten bei Gin.

Deine Aktionen bei Gin zielen dahin, deinen Gegner zu verleiten das zu tun was DU willst das er tut, um dir genügend Möglichkeiten zu geben das Spiel zu gewinnen. Bei fortgeschrittenen Rummyspielern trifft diese Maxime besonders zu. Es ist gut möglich, sogar wahrscheinlich, dass ein Gin Experte sein Spiel dorthin steuert, seinen Gegner so zu manipulieren, dass dieser genau das tut was der Experte von ihm will.

Gin Hände werden oft in zwei Kategorien eingeteilt: verrückte und reguläre Hande. Die grosse Mehrzahl der Hände die du verteilt bekommst, sind reguläre oder durchschnittliche Hände. Gelegentlich gibt es verrückte Hände. Diese Hände verlangen ein durch und durch aggressives oder offensives Spiel oder ein durch und durch Defensives Spiel. Hier kommt Geschick und Strategie wirklich an einfluss gewinnt. Wenn du eine verrückte Starthand erhälst, musst du genau wissen was zu tun ist, um das Beste aus deinen seltenen Karten herauszuholen.

Extremfälle von Händen die nach sehr offensiver Strategie verlangen, sind solche mit bereits neun zu Figuren gebildeten Karten oder solche wo ohne zusätzliche Karte bereits geklopft werden kann. Andere ungewöhnliche offensive Hände haben nur eine Figur oder gar keine, mit allen anderen Karten aber in Zweierkombinationen verkettet sind. Solche Starthände erhälst du selten, aber wenn doch, dann ist dies ein Grund sehr offensiv zu agieren. Eine rasche Entscheidung muss fallen, ob auf Klopfen oder Gin gespielt werden soll.

Auf der defensiven Seite, eine verrückte Hand mag zum Beispiel keine Figur und keine Zweierkombinationen enthalten. Obwohl dies selten geschieht, geschieht es eben von Zeit zu Zeit. Das wichtigste Augenmerk wird sein die nötige Zeit zu erreichen, um deine Hand in eine gewinnbringende Situation zu bringen, was mit solchen Händen natürlich sehr schwierig ist. Irgendwie musst du es schaffen bis fast ans Ende des Talons zu gelangen, gleichzeitig musst du  verhindern, dass dein Gegner seine Hand entwickeln kann.

Ein interessanter Aspekt, einer der ziemlich einleuchtet, wenn man darüber nachdenkt, wenn du eine verrückte Hand hast, so besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegner ebenfalls eine verrückte Hand hält. Angesichts deiner Karten ergibt das Sinn. Das selbe gilt bei einer regulären oder sogar einer besonders guten Hand. Es bestehen gute Chancen, einen ähnlichen Typus Hand hat und das solltest du bei deiner Spieleröffnung auch in Betracht ziehen.

Der Originalartikel stammt von Rummytalk.com und wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Übersetzt wurde der Artikel aus dem Englischen von Netart.ch.

This article has been sourced from Rummy Talk, which is a comprehensive english Gin Rummy guide