Wie bewertest du deine Hand - Teil 1

Ein sehr wichtiger Faktor, um besser Gin Rummy zu spielen ist die Fähigkeit deine eigene Hand richtig einzuschätzen, und zwar bei Erhalt der Karten und ebenso während der ersten 4 oder 5 abgeworfenen Karten. Du musst erkennen, ob deine Hand eher besser offensiv gespielt werden soll oder ob die Chance grösser ist zu gewinnen, ohne aggressiv zu spielen. Möglicherweise eignet sich die Hand dazu, mit grundsätzlich defensiver Spielweise zu gewinnen. Nur Du kannst es bestimmen und du solltest die ziemlich rasch im Verlauf der Hand erkennen.

Du musst auch erkennen, wenn du eine offensichtliche Verliererhand hast. Nun musst du herausfinden, wie du den Verlust (Punkte) möglichst klein hälst. Wenn das Spiel fortschreitet und sich das Muster deiner Hand verändert, musst du jederzeit diese Änderungen zuerst erkennen und zugleich wissen, wie du deine Spielweise anpasst, um dem angestebten Ziel (wenig Verlustpunkte) Rechnung zu tragen.

Wenn du deine Hand untersuchst, nachdem die Karten verteilt wurden und die Klopfkarte hoch ist, solltest Du gleich beachten, ob du vier unkombinierte niedrige Karten hälst, welche den Wert der Klopfkarte nicht überschreiten. Dies ist für den Erfolg dieser Hand ebenso wichtig wie die zu bildenden Figuren. Beachte auch, bei hoher Klopfkarte sind Paare wie 2-2 oder K-K ebenso wertvoll wie 2er Sequenzen, z.B. 7, 8 des gleichen Kartensymbols.

Ein Beispiel: Die Klopfkarte ist 10 und du hast folgende Hand:

Q ♠, Q , Q ♣, 10 , 9 ♠, 8 ♠, 7 ♠, 4 , 3 ♣, 2 , A ♠

Du kannst sofort Klopfen, indem du die 10 abwirfst. Das bedingt keine Geschicklichkeit, sondern nur die Fähigkeit die Möglichkeit zum klopfen zu erkennen. Daher wird dies bei Gin ein 'No Brainer' genannt (=Man muss sich darüber keine Gedanken machen, es gibt nur eine richtige Handlung).

Eine gute oder Gewinnerhand um zu klopfen, ist eine Hand mit welcher innerhalb der ersten 5 Spielzüge geklopft werden kann. Idealerweise besteht diese Hand aus einer 3er-Figur, vier Karten mit Gesammtsumme unterhalb des Wertes der Klopfkarte, und mindestens 2 oder 3 weiteren zusammenhängenden Karten. Somit benötigst du dann nur eine richtige Karte um eine zweite 3er-Figur zu bilden, um damit zu klopfen.

Bei einer Verliererhand, gilt grundsätzlich dasselbe Prinzip. Wenn du 10 unkombinierte Karten erhälst und du bei einer hohen Klopfkarte nach 5 oder 6 Spielzügen immer noch nicht klopfen kannst, kannst du davon ausgehen, dass deine Hand definitiv eine Verliererhand bleibt und nun solltest du versuchen die Verlustpunkte zu reduzieren. Wenn die Klopfkarte niedrig ist, hast du möglicherweise noch eine Gewinnchance, aber das dürfte wahrscheinlich etliche Zeit beanspruchen. Deshalb ist es so wichtig vor und während den Spielzügen deine Hand richtig zu bewerten und einzuschätzen, weil du genau wissen musst, wann du aufgeben musst auf Gewinn zu spielen und dementsprechend die Punktsumme der unkombinierten Karten möglichst stark zu reduzieren.

Der Originalartikel stammt von Rummytalk.com und wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Übersetzt wurde der Artikel aus dem Englischen von Netart.ch.

This article has been sourced from Rummy Talk, which is a comprehensive english Gin Rummy guide