Spielrhythmus

Ein durchschnittlicher oder ein unerfahrener Gin Spieler hat einen ganz eigenen Spielrhythmus, dessen er sich vielleicht nicht bewusst ist. Wenn er sich dessen nicht bewusst ist, dann solltest du das rasch ausnutzen. Der Rhytmus besteht aus hautsächlich zwei Faktoren:

1. Die benötigte Zeit bevor er eine Karte vom Talon aufnimmt und wenn er eine Karte abwirft - In den ersten 7 oder 8 Spielzügen wird ein Spieler für das Kartenziehen und -abwerfen eine bestimmte Zeit verstreichen lassen. Die weiteren 7 oder 8 Spielzüge ist diese Zeitspanne etwas länger. Die Zeit die ein Spieler für seine Entscheidungen braucht dauert üblicherweise noch länger je näher sich das Spiel dem Ende nähert oder wenn der Talon zu Ende geht. Ein Experte nützt diese zeitlichen Unterschiede in den Entscheidungen seiner Gegner als wertvolle Informationen aus. Er kann daraus ableiten, ob eine vom Gegner gezogene Karte diesem sehr nützlich ist oder nicht, oder ob die Karte dem Gegner Probleme verursacht. Jeder Gin Rummy Spieler sollte vermeiden diese Art von Information preiszugeben, aber sich umso mehr freuen wenn er solche Hinweise von seinem Gegner erhält. Der Experte kann danach mit Hilfe seines Kartengedächtnis ableiten wie eine oder andere Karte seinen Gegner geholfen oder gehindert hat; manchmal kann er gar erraten welche Karte sein Gegner in der Hand hält, gemessen an der Zeitspanne, die sein Gegner benötigt, um sich zu erntscheiden eine Karte abzuwerfen.

2. Die Reihenfolge der abgeworfenen Karten eines durchschnittlichen Spielers - Gewisse Spieler werfen zuerst automatisch ihre höchste unkombinierte Karte weg, danach die zweithöchste und so weiter. Andere werfen zuerst ihre niedrigste unkombinierte Karte ab, danch immer höhere. Einige Spieler werfen systematisch nur Karten von Kombinationen ab, z. B. Paare und 2er Sequenzen. Eben genannte und ähnliche Spielmuster liefern dem aufmerksamen Gegner konkrete Informationen. Ein Spieler zum Beispiel der seine Karten von Oben nach Unten  abwirft (hi-to-low player), z. Beispiel K, Q und danach eine 10, eröffnet seinem Gegner, dass er entweder Buben sammelt oder bereits eine Figur mit einem Buben hat oder überhaupt keine Buben hat. Im weiteren Spielverlauf kann ein schlauer Spieler dies genau herausfinden, indem er beachtet welche Karten sein Gegner möglicherweise vom Abwurfstapel zieht. Vorallem aber hat er entscheidende Informationen über seinen Gegner, die ihm helfen werden das Spiel richtig zu verwalten.

Der Experte kann des Rhythmusmuster oder Spielmuster das während eines Spiel entsteht erkennen, auch seine eigenen, welche seinem Spiel schaden und nur mehr Informationen über seine Spielweise preisgeben können. Der Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Spieler und Experte ist der Umstand, das der Experte erkennt, wenn er ein spezielles Spielmuster wiederholt spielt, er damit auf die Dauer vielleicht verlieren wird. Deshalb variert er dauernd seine Spielmuster und spielt während einer Partie oder gegen ein und den selben Gegner nie die gleichen Spielmuster. Es benötigt nur 3 oder 4 Hände, um ein Spielmuster genau zu erkennen und das gibt dem Gegner gewaltige Vorteile.

Der Originalartikel stammt von Rummytalk.com und wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Übersetzt wurde der Artikel aus dem Englischen von Netart.ch.

This article has been sourced from Rummy Talk, which is a comprehensive english Gin Rummy guide