Deutsches Rommé (Rummy mit Joker und Auslegen)

Rummy mit Joker und Auslegen wird in der Schweiz etwa auch Jokeren genannt. Deutsches Rommé (mit Auslegen), ist die im deutschsprachigem Raum wohl bekannteste Rummy/Rommé Variante und wird hier oft mit Rummy, Rommé oder Rommee gleichgesetzt.

Deutsches Rommé kann auf Skill7.com online gespielt werden, beachte hierzu jeweils die grünen Hinweise bezüglich Abweichung der Regeln.  Auf GameDuell.de und RommeRoyal.de kann ebenfalls Multiplayer Online Rommé gespielt werden. Vergleiche dazu auch Kalooki, welches im englischen Sprachraum und online gespielt wird und Rami, die französische Version.

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Rummy mit Auslegen oder Deutsches Rommé lässt sich mit 2 - 6 Spieler spielen (2 - 4 Spieler).

Spielkarten

Gespielt wird mit zwei Deck Spielkarten mit je 3 Joker,  2 x 52 Karten und 6 Joker, also 110 Karten. Optional können auch nur je 2, also 4 Joker benützt werden.

As (1), 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König in ♦   (=> mehr Details)

  Asse können als niedrigste Karte (1) und höchste Karte benutzt werden:  z.B. A 2 3    oder    Q K A

J‚ú≠ Joker können jede beliebige Karte in Figuren ersetzen.

 

Kartenwerte

  • Joker = 25 Punkte ( 30 Punkte ) in der Hand, 20 Punkte bei Gameduell
  • As = 11 Punkte ( 15 Punkte ) in der Hand
  • König, Dame, Bube, 10 = 10 Punkte
  • 9 = 9 Punkte ... 2 = 2 Punkte

Kartenverteilung (Deal)

Bei 2 - 4 Spielern bekommt jeder 13 Spielkarten verteilt, bei 5 und 6 Spielern je 11 Karten.

Der Kartengeber wird ausgelost und verteilt die Karten verdeckt und einzeln, zuletzt dreht er eine Karte offen auf den Tisch (Abwurfstapel) und legt die übriggebliebenen verdeckt daneben (Talon). Die Spieler besichtigen und sortieren ihre Karten und der Spieler links vom Kartengeber eröffnet das Spiel.  (=> mehr Details). Optional kann sich der Geber eine zusätzliche Karte verteilen, anstatt eine Karte aufzudecken. Er wirft dann eine Karte aufgedeckt als erste Karte des Abwurfstapels ab und eröffnet somit das Spiel.

Spielablauf

  1. Der Spieler an der Reihe hat die Wahl entweder die oberste aufgedeckte Karte des Abwurfstapels oder aber die oberste verdeckte Karte des Talons in sein Blatt aufzunehmen.

  2. Melden: Er darf eine oder mehrere Figuren melden und offen vor sich auf den Tisch legen, wenn die Punktsumme der gemeldeten Karten zusammen 40 (30) oder mehr Punkte beträgt oder in einem früheren Spielzug diese Bedingung (Erstmeldung) bereits erfüllt hat. Hat ein Spieler also einmal eine erste Meldung mit mind. 40 (30) Punkten getätigt, darf er, wenn er am Zuge ist, ohne Bedingungen weitere Figuren auslegen. Als Figuren gelten:

    • Sequenzen sind 3 oder mehr Karten des gleichen Farbsymbols in Reihenfolge, z.B. 4♠ 5♠ 6♠ oder 9 10 J Q
    • Sätze sind 3 oder 4 gleichrangige Karten, z.B. 8♠ 8 8♣ oder K♠ K K♣ K.
    • Asse zählen bei der Erstmeldung in Sequenzen 1 Punkte wenn als 1 benutzt und 11 Punkte wenn es nach dem König benutzt wird. In Sätzen zählen Asse immer 11 Punkte.
    • ‚ú≠ Joker zählen bei der Erstmeldung jeweils den Wert der Karte den sie ersetzen. 
  3. Ergänzen: Wenn er bereits seine erste Figur(en) in einem vorherigen Spielzug melden konnte, darf er eine oder mehrere Karten an seinen oder vom Gegner gemeldeten Figuren ergänzen, sofern er damit die Figur regelkonform erweitert:

    • z.B. 8 8 8 (bereits gemeldeter Satz )  +   8
    • z.B. 5 6 7 (bereits gemeldete Sequenz)  +  4 oder 8

    .

  4. Jokeraustausch: Wenn ein Spieler bereits seine erste Figur/en (Erstmeldung) in einem vorherigen Spielzug melden konnte, kann er einen Joker in einer gemeldeten Figur irgend eines Spielers durch die zutreffende natürliche Karte austauschen, sofern er mit dem ausgetauschten Joker sogleich eine Figur auslegen kann. Ein ausgetauschter Joker darf also nicht für spätere Spielzüge in sein Blatt eingegliedert werden, sondern muss sofort mit einer Figur ausgelegt werden.

  5. Er muss eine Karte aus seinem Blatt offen auf den Abwurfstapel abwerfen, um seinen Spielzug zu beenden.

  6. Der nächste Spieler links ist am Spielzug.

 

Sequenzen können beliebig viele Karten des selben Kartensymbols in Reihenfolge beinhalten, aber Sequenzen 'um die Ecke' sind nicht erlaubt: K A 2 ist z.B. eine ungültige Sequenz. Achtung: Diese Regel gilt bei Gameduell nicht, Sequenzen 'um die Ecke' sind dort explizit erlaubt!

Sequenzen dürfen nicht mehr Joker als natürliche Karten enthalten. Richtig z.B.  5J‚ú≠ J‚ú≠ 8♣, aber falsch J‚ú≠ 10 J‚ú≠e  oder  9 J‚ú≠ J‚ú≠ QJ‚ú≠

  Sätze dürfen keine gleichrangige Karten des selben Symbols beinhalten: A♠ A A♣ A♣ oder 7 7 7♠ sind z.B. ungültige Figuren.

Ein Satz muss mindestens zwei natürliche Karten enthalen, z.B. 6 J‚ú≠ 6, aber nicht  QJ‚ú≠ J‚ú≠

Das Melden und Ergänzen von Figuren muss erfolgen bevor eine Karte auf den Abwurfstapel abgeworfen und somit der Spielzug eines Spielers beendet wird!

Einmal gemeldete Figuren dürfen nicht untereinander umkombiniert werden, damit z.B. eine Ergänzung möglich wird.

Ist der Talon aufgebraucht bevor ein Sieger feststeht, wird der Abwurfstapel mit Ausnahme der obersten (sichtbaren) Karte neu gemischt und dient nun als Talon. (=> mehr Details)

Ziel von Deutschem Rommé

Ziel ist es sich als erster von all seinen Karten zu entledigen. Das kann folgendermassen geschehen wenn ein Spieler an der Reihe ist, durch ...

Melden von Figuren - Der Spieler darf eine oder mehrere kombinierte Figuren offen vor sich hin auf den Tisch legen (melden), welche bis zum Ende des Spiels offen liegen bleiben. Beim erstmaligen Melden muss die Summe aller Karten in der ausgelegten Figur(en) mindestens 40 (30) Punkte Betragen.

Ergänzen von Figurender Spieler darf er eine oder mehrere Karten aus seinem Kartenblatt an bereits gemeldete Figuren ergänzen, egal wer die Figur ursprünglich gemeldet hat, sofern er in einer vorherigen Runde bereits seine erste Figur(en) mit mindestens 40 (30)Punkten melden konnte.

Abwerfen einer Karte auf den Abwurfstapel zur Beendigung seines Spielzuges.

Spielende - 'Ausgehen' und 'Rummy'

Ein Spiel ist beendet, wenn ein Spieler keine Karten mehr in den Händen hält und so gewinnt. Das kann auf zwei Arten geschehen.

Ein Spieler beendet das Spiel wenn er an der Reihe ist, eine Karte vom Abwurfstapel oder Talon aufnimmt und sich aller Karten entledigt, indem er:

  • Ausgeht (Aus gehen) - Er wirft eine Karte verdeckt auf den Abwurfstapel ab und hat alle restlichen Karten im Verlauf des Spiels (inkl. dieses Spielzuges) in Figuren gemeldet oder an bestehende ergänzt, oder...
  • Rummy (geht) - Er wirft eine Karte verdeckt auf den Abwurfstapel ab und kann alle seine Karten auf einmal in Figuren melden. Das heisst also, er hat in vorangehenden Spielzügen keine Figuren gemeldet oder ergänzt. Die Mindestpunktzahl für die Erstmeldung kommt bei Rummy gehen nicht zur Anwendung (Rummy gehen heisst auf Skill7.com Handglatt).

 Wertung und Abrechnung

 

Abrechnung

Am Ende eines Spiels zählen die Verlierer ihre verbliebenen Karten in ihren Händen wie folgt zusammen:

  • Joker = 25 (30) Punkte
  • As = 11 (15) Punkte
  • König, Dame, Bube, 10 = 10 Punkte
  • 9 = 9 Punkte ... 2 = 2 Punkte
  •  

Jeder Verlierer notiert die Summe aller Karten in seiner Hand als Verlustpunkte. Wenn der Rundensieger 'Rummy geht' schreiben die Verlierer ihre Verlustpunkte doppelt auf.

 

Wertung Rummy mit Joker

 Es gibt folgende Arten der Wertung und sie werden vor einer Partie festgelegt:

  • Es wird eine bestimmte Punktzahl definiert (150, 200 oder mehr / 50 auf Skill7.com), ein Spieler welcher mehr Verlustpunkte geschrieben hat scheidet aus. Die anderen Spieler spielen weiter, bis nur noch ein Spieler übrig ist und die Partie gewinnt.
  • Es werden eine bestimmte Anzahl von Spielen durchgeführt, z.B. 5 oder 10 ( 1 Runde auf Skill7.com). Der Spieler der am Ende am wenigsten Verlustpunkte hat, gewinnt die Partie. 

 

Wertung Spielgeld auf Skill7.com

Der Spieler der den Tisch öffnet wählt den Einsatz, der Sieger bekommt die Einsätze (minus die Betreibergebühr bei Echtgeldspielen, 7 - 15% je nach Einsatz)

 

Wertung mit Spielgeld

Es wird wie oben gewertet und zusätzlich mit Spielgeld ausbezahlt.

  • Wird eine bestimmte Punktzahl definiert (150, 200 oder mehr), die es nicht zu überschreiten gilt, werden die Differenzen der Verlustpunkte der Verlierer  zu den Verlustpunkten des Gesamtsiegers berechnet. Jeder Verlierer bezahlt für seine Differenz pro Punkt einen bestimmten Betrag, den es natürlich vor der Partie festzulegen gilt. Zusätzlich kann vereinbart werden, dass die Verlierer einer einzelnen Runde dem Rundensieger am Ende jeder Runde eine Siegesprämie bezahlen, gewöhnlich ein Betrag der 10 Punkten in der Endabrechnung entspricht, 20 Punkten bei Rummy gehen.
     
  • Wird eine bestimmte Anzahl Runden für eine Partie definiert,  wird die Differenz der Verlustpunkte des Gesamtsiegers zu den Verlustpunkten der Verlierer einzeln berechnet. Jeder Verlierer bezahlt für seine Differenz pro Punkt einen bestimmten Betrag. Zusätzlich kann vereinbart werden, dass die Verlierer einer einzelnen Runde dem Rundensieger eine Siegesprämie bezahlen, gewöhnlich ein Betrag der 10 Punkten in der Endabrechnung entspricht, 20 Punkten bei Rummy gehen.
     
  • ! Eine unterhaltsame Variante mit Spielgeld ist folgende (siehe dazu auch Kalooki und Wiener Rummy) :
  • Es werden 100 oder 150 Punkte definiert, ein Spieler welcher mehr Verlustpunkte geschrieben hat scheidet aus. Die anderen Spieler spielen weitere Runden, bis nur noch ein Spieler übrig ist und die Partie gewinnt. Vor jeder Runde leistet jeder (verbleibende) Spieler einen im voraus zu bestimmenden Betrag (E) in den Spielpot. Geht ein Spieler Rummy so erhält er von jedem (verbliebenen) Spieler den Betrag E ausbezahlt, der Spielpot bleibt unangetastet. Scheidet ein Spieler aus, darf er sich einmal ins Spiel zurückkaufen und zwar folgendermassen:
    Er muss den Betrag in den Pot bezahlen welcher dem derzeitigen Pot geteilt durch die Anzahl  Spieler (inkl. dem Ausgeschiedenen) entspricht. Kauft sich der Spieler ein, so bekommt er die Punktzahl des Spielers mit den meisten Verlustpunkten welcher noch im Spiel ist. Bsp. : Spiel geht auf 100 (Verlust-)Punkte, A ist gerade ausgeschieden, B hat 52 Verlustpunkte, C 42 Verlustpunkte, D 7 Verlustpunkte, im Pot sind 16E. A darf sich für 4E (Pot 16E / 4 Spieler = 4E) zurückkaufen und bekommt 52 Verlustpunkte auf sein Konto. Ein Spieler darf sich nur einmal zurückkaufen und muss in der folgenden Runde ebenfalls den Rundeneinsatz E in den Pot entrichten. Je nach Punktestand ist ein Rückkauf natürlich kaum sinnvoll!
    Der letzte übrigbleibende Spieler wird Gesamtsieger und erhält den Pot.
    Optional kann bei 3 oder mehr Spieler der Pot auch zwischen dem 1. und 2. geteilt werden, üblicher weise 70% für den 1. und 30 % für den 2.

Es gibt viele weitere vorstellbare Möglichkeiten der Abrechnung mit Spielgeld, lasse ruhig Deine Fantasie walten, beachte aber, dass die Art der Wertung und Abrechnung massgeblich die Strategie eines Rummy / Rommé Spiels beeinflusst.

Variationen Deutsches Rommé (Rummy mit Joker und Auslegen)

 

Hausregeln gibt es soviel es Häuser gibt. Einige der Variationen lassen sich nach Gusto einbinden, hauptsache man einigt sich vor einer Partie Vergleiche dazu auch Kalooki und Rami.

  • Anstatt 6 Joker werden nur 4 benutzt.
  • Der abhebende Spieler darf die unterste Karte des abgehobenen Kartenpackets ansehen, und wenn es ein Joker ist, darf er sie behalten (Joker rauben) und bekommt eine Karte weniger verteilt.
  • Die Anzahl der verteilten Karten ist bei 2 Spielern 14 oder 15 Karten und die zu erreichende Punktzahl für eine Erstmeldung beträgt 51 oder mehr Punkte.
  • Die Punktzahl, die es für eine Erstmeldung braucht beträgt 50, 30 Punkte oder 35 Punkte.
  • Zur Erstmeldung muss die erforderliche Punktzahl überschritten werden, es benötigt also 41 Punkte, 40 Punkte reichen nicht. (Analog dazu bei 50 -> 51 Punkte etc.)
  • Eine Figur darf grundsätzlich nicht mehr als ein Joker enthalten.
  • Spielkarten haben folgende Werte: 2 - 8 = 5 Punkte, 9 - K = 10 Punkte, As = 11 Joker = 25
  • Ein Joker in einem gemeldeten Drilling darf nur ausgetauscht werden, wenn er beide fehlenden Karten der selben Ranghöhe ergänzt werden, also nach dem Tausch ein Vierling ohne Joker da liegt.
  • Ein Spieler darf bereits nach einer Erstmeldung (im selben Spielzug) Karten an Figuren ergänzen oder Joker austauschen. Falls er so ausgehen kann (sich aller seiner Karten entledigt und eine verdeckt auf den Abwurfstapel wirft) gilt dies nicht als Rummy, sondern als einfaches Ausgehen. Rummy gehen bedeutet in jedem Fall, alle seine Karten auf einmal zu melden (+ 1 Karte auf den Abwurfstapel) ohne vorherige Meldung oder Ergänzung von Figuren und ohne Jokeraustausch.
  • Es ist nicht erlaubt im 1. Spielzug Rummy zu gehen, eine Erstmeldung hingegen kann getätigt werden.
  • In einem Spielzug darf ein Spieler nur eine Karte an eine Figur ergänzen.
  • Hat ein Spieler eine Runde beendet, dürfen die Spieler der Reihe nach eine oder mehrere Karten an (alle) Figuren ergänzen, bevor abgerechnet wird.

 

 

♣ Rummy.ch bemüht sich sein Regelwerk klar, verständlich und fundiert zu schreiben. Rummy/Rommé wird rund um die Welt von Millionen Leuten gespielt und es gibt keinen internationalen noch nationalen Verband z.B., der der Dschungel an verschiedenen Regeln des selben Spiels zu bändigen versucht. Zudem, 'errare humanum est', irren ist menschlich.

Deshalb sind wir froh um jede Kritik, Änderungs- und Verbesserungsvorschläge, Korrekturen, Tipps und Hinweise jeglicher Art, die helfen Rummy.ch zu verbessern. -> Kontakt